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Gestrandet - Schaffhauser Az

Shaz
Gestrandet - Schaffhauser Az

Themen: Gleichstellung, Gesundheit, CH-Politik

Regionen: Schweiz, Ostschweiz

Elena und Sofia leben in Schaffhausen, sind verheiratet und wollen mit einer Samenspende ein Kind bekommen. Die Ehe für alle ermöglicht ihnen die Behandlung in einer Schweizer Klinik und die rechtliche Anerkennung beider Mütter ab Geburt. Dennoch erleben sie beim Zugang zur Familiengründung Hindernisse. Das Universitätsspital Zürich lehnte eine Behandlung gleichgeschlechtlicher Paare ab, am Unispital Basel begann Elena nach Untersuchungen eine Inseminationsbehandlung. Die Krankenkasse verweigerte jedoch die Kostengutsprache und bestätigte dies nach einem Wiedererwägungsgesuch. Sie argumentierte, die intrauterine Insemination sei ohne medizinische Ursache keine Pflichtleistung der Grundversicherung; auch die Zusatzversicherung greife nicht. Ein IUI-Versuch kostet rund 2000 Franken. Die Lesbenorganisation Schweiz kennt keinen Fall, in dem eine Krankenkasse Samenspenden für gleichgeschlechtliche Paare übernommen hätte. Obwohl das Parlament 2020 die sozial bedingte Unfruchtbarkeit von Frauenpaaren als Krankheit anerkannte, prüft das Bundesamt für Gesundheit die Rechtslage weiterhin. Elena und Sofia finanzierten ihren ersten erfolglosen Versuch selbst und wollen es erneut versuchen.

www.shaz.ch

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