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Gewässerforscher zur Hitzewelle: «In der Limmat geht es um Leben und Tod»

TSRI
Gewässerforscher zur Hitzewelle: «In der Limmat geht es um Leben und Tod»

Themen: Klima&Energie, Umwelt, Wissenschaft

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Die anhaltende Hitze belastet die Zürcher Gewässer erheblich. Der Zürichsee ist laut Eawag-Daten heute im Jahresmittel rund zwei Grad wärmer als in den 1970er-Jahren; im Sommer erreicht er etwa 27 Grad. An der Messstation Letten misst die Limmat rund 26,5 Grad, die Sihl erreichte kürzlich bis zu 28 Grad. Der Wasserstand des Zürichsees liegt auf dem tiefsten Stand seit 1951. Gewässerforscher Jakob Pernthaler erklärt, entscheidend sei neben der Verdunstung der geringe Niederschlag im Einzugsgebiet: Aus der Walensee-Region fliesst nur etwa ein Drittel der üblichen Sommerwassermenge über die Linth zu. Der See wird über das Platzspitzwehr bewusst stärker abgelassen, um ein Austrocknen der Limmat zu verhindern. Warmes, flaches Wasser enthält weniger Sauerstoff; gleichzeitig steigt der Sauerstoffbedarf der Fische. Dies kann zum Kreislaufkollaps führen und ganze Ökosysteme gefährden.

TSRI

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