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Expertin: «Eine feministische Verkehrsplanung kommt allen zugute – auch Männern»

TSRI
Expertin: «Eine feministische Verkehrsplanung kommt allen zugute – auch Männern»

Themen: Gleichstellung, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Verkehrsplanerin Meret Oehen bewertet Zürich bei einer inklusiven Verkehrsplanung mit knapp genügend. Zwar seien öffentlicher Verkehr, Fusswege und der Zugang zum See gut, doch gross dimensionierte Häuserfronten und Kreuzungen, Hitze, Lärm sowie ungenügende Veloinfrastruktur beeinträchtigten die Stadt. Sie bevorzugt den Begriff alltagsgerechte oder inklusive Planung: Ziel sei nicht ein Sonderprogramm für Frauen, sondern gerechte Mobilität für alle. Städte seien lange auf den vollzeitbeschäftigten Mann ausgerichtet worden, der mit dem Auto zur Arbeit fährt. Frauen nutzten häufiger ÖV und Fusswege und legten wegen der weiterhin ungleich verteilten Sorgearbeit oft komplexere Wege zurück. Dafür brauche es verlässliche Verbindungen ausserhalb der Stosszeiten, nutzbare Abstellplätze für Anhänger und Cargobikes sowie breite Trottoirs. Partizipative Prozesse und verbindliche Grundsätze im Richtplan sollen auch marginalisierten Gruppen Sicherheit und Zugang ermöglichen. Frauen verletzten sich im Zürcher ÖV laut einer Bundesauswertung doppelt so oft wie Männer.

TSRI

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