Themen: Bildung, Gesellschaft, Gleichstellung
Regionen: International, Europa
Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch will die Ergebnisse des Berliner Konflikt- und Gewaltbarometers vorstellen. Die Studie soll anhand umfangreicher Befragungen von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften aufzeigen, wie verbreitet Gewalt, Mobbing, Bedrohungen und Diskriminierung an Berliner Schulen sind. Nach Angaben der Bildungsverwaltung handelt es sich um die erste umfassende wissenschaftliche Untersuchung eines Bundeslands zu diesem Thema. Der Bericht steht im Kontext mehrerer öffentlich bekannt gewordener Fälle. 2006 hatten Lehrkräfte der damaligen Rütli-Hauptschule in Neukölln mit einem Brandbrief vor einem Klima der Angst und menschenverachtendem Verhalten gewarnt. Nach einem Zusammenschluss mit benachbarten Schulen und neuen Konzepten wandelte sich die Schule zum Campus Rütli. 2024 berichtete auch das Kollegium der Friedrich-Bergius-Schule über Gewalt, Fehlzeiten und massive Verhaltensprobleme. Aufmerksamkeit erhielt zudem der Fall des schwulen Pädagogen Oziel Inácio-Stech, der Mobbing und mangelnden Schutz an einer Moabiter Grundschule kritisierte. Günther-Wünsch entschuldigte sich Ende April bei ihm.