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«Blaualgen»-Alarm: Das warme Wasser ist nicht allein schuld

Infosperber
«Blaualgen»-Alarm: Das warme Wasser ist nicht allein schuld

Themen: Umwelt, Gesundheit

Regionen: Schweiz, Tessin

Die Tessiner Behörden raten wegen sichtbarer Cyanobakterien-Ansammlungen bei Muralto im Lago Maggiore, nur in klarem Wasser zu schwimmen und den Kontakt mit den sogenannten Blaualgen zu vermeiden. Kleinkinder, Menschen mit empfindlicher Haut sowie Hunde und andere Haustiere sollen verseuchtem Wasser fernbleiben. Cyanobakterien sind keine Algen, sondern Bakterien. Langanhaltend sommerliche Temperaturen und ruhiges Wasser begünstigen ihre Vermehrung, reichen dafür aber nicht allein aus. Die Bakterien benötigen auch Phosphor und Stickstoffverbindungen wie Nitrat, die in Seen natürlicherweise nicht in ausreichenden Mengen vorhanden sind. Solche Nährstoffe stammen laut Beitrag aus überdüngten landwirtschaftlichen Böden, Abwässern sowie Abschwemmungen durch Regen und Schneeschmelze. Bei Temperaturen ab 20 Grad vermehren sich Cyanobakterien deutlich, besonders stark bei 25 bis 30 Grad und Windstille. Sie können Haut und Schleimhäute reizen, Magen-Darm-Beschwerden, Bindehautentzündungen und Leberschäden verursachen, insbesondere wenn belastetes Wasser geschluckt wird.

Infosperber

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