Themen: Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, International Unbestimmt
Der Goldpreis ist binnen einer Woche um sieben Prozent gestiegen und hat die Marke von 4’400 Dollar überschritten. Als Auslöser gelten vor allem schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt: Statt der erwarteten 80’000 neuen Stellen wurde ein Rückgang um 23’000 Jobs gemeldet. Damit schwanden Erwartungen an weitere Zinserhöhungen im September; tiefere Renditen und ein schwächerer Dollar stützen das zinslose Edelmetall. Zusätzlichen Rückenwind liefern die Zentralbanken. Die chinesische Volksbank erhöhte ihre Reserven im Juli laut Angaben um 20 Tonnen, den grössten monatlichen Zukauf seit mehr als zwei Jahren. Nach längerer Zurückhaltung fliessen zudem wieder Milliarden in Gold-ETFs, während Spekulanten ihre Long-Positionen ausbauen. Der Ausbruch über wichtige gleitende Durchschnitte aktivierte auch Momentum-Trader und automatisierte Handelsstrategien. Die Spannungen rund um Iran und die Hormuz-Route stützen das Bild von Gold als sicherem Hafen, gelten aber nicht als Haupttreiber. Inflationszahlen in dieser Woche dürften zeigen, ob die Rally anhält.