Themen: Migration/Asyl, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Ein ehemaliger Asylbefrager fordert, das Recht auf Asyl in der Schweiz einzuschränken. Die nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffene Genfer Flüchtlingskonvention sei ursprünglich vor allem als Schutz für Menschen aus dem kommunistischen Osten gedacht gewesen; der heutige Asylgedanke sei aus seiner Sicht pervertiert. Er behauptet, nur ein kleiner Teil der Asylsuchenden verfüge über tatsächliche Fluchtgründe, während die Mehrheit das Gesuch als Zugang zum Sozialstaat verstehe. Zur Begründung nennt er drei Praxiserlebnisse: Eine Person habe sich ohne Papiere mit dem Namen «Mickey Mouse» vorgestellt. Eine weitere habe eine wenig glaubhafte Reisegeschichte bis Zürich erzählt. Bei einer dritten Person, die Folter in Äthiopien geltend gemacht habe, hätten Abklärungen laut Autor ergeben, dass sie im betreffenden Zeitraum in der Schweiz an Volksläufen teilgenommen und Preisgeld gewonnen habe. Kritik von Kirchenvertretern und anderen Befürwortern einer offenen Asylpolitik weist er zurück.