Themen: Umwelt, Gesundheit
Regionen: International, Europa
Greenpeace hat am 18. und 19. August bei Düsseldorf, Leverkusen und Krefeld Rheinwasser auf PFAS, PCB, PAK und Schwermetalle untersucht. Wegen des Niedrigwassers seien die Konzentrationen langlebiger Schadstoffe gestiegen. Besonders hoch fielen die Werte von acht PFAS aus, darunter PFOA, PFOS und PFBS. Für PFOA wurden bis zu 3 Nanogramm pro Liter gemessen, für PFOS 5,0 bis 7,1 Nanogramm. Damit lagen die PFOS- und PFOA-Werte laut Greenpeace 30 bis 50 Prozent über den bereits erhöhten Messungen von November 2024. Die deutsche Umweltqualitätsnorm für PFOS beträgt 0,65 Nanogramm pro Liter. PFOS gilt als bioakkumulierbar, giftig und möglicherweise krebserregend; es wird zudem mit verschiedenen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht. Die genaue Herkunft der Belastung ist unklar. Greenpeace und der BUND verweisen auf mögliche Altlasten sowie regelmässige Einleitungen aus dem Chempark Leverkusen und fordern, die Quellen des PFAS-Eintrags zu klären.