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Grönland an USA: Erst mal aufräumen

Infosperber
Grönland an USA: Erst mal aufräumen

Themen: Umwelt, Geopolitik, Krieg&Frieden

Regionen: International, Nordamerika

Ehemalige US-Militärbasen in Grönland sind laut Recherchen der dänischen Zeitung «Politiken» grossflächig mit Schrott, Treibstoff, Asbest, PCB, Schwermetallen und weiteren Schadstoffen belastet. Die USA betrieben während und nach dem Zweiten Weltkrieg mindestens 36 Stützpunkte; heute ist nur noch die Pituffik Space Base in Betrieb. An aufgegebenen Orten wie Ikkatteq, Marraq und Simiutaq liegen Fahrzeugwracks, Ölfässer und kontaminierte Böden. Teilweise sind auch radioaktive Abfälle eines unter dem Eis betriebenen Reaktors betroffen, deren Freisetzung durch die Eisschmelze drohen könnte. Viele Standorte wurden nie umfassend untersucht, und über vergrabene, verbrannte oder ins Meer gelangte Abfälle ist wenig bekannt. Grönländische Politiker kritisieren die USA seit Jahren und verlangen vor einem Ausbau der Militärpräsenz eine Sanierung. Ein Abkommen von 1951 erleichtert den USA laut Bericht, Anlagen nicht im ursprünglichen Zustand zurücklassen zu müssen.

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