Themen: Geopolitik, Krieg&Frieden, Iran Krieg
Regionen: International, Westasien, Nordamerika
Der Beitrag beurteilt Donald Trumps Präsidentschaft vor dem Hintergrund jahrzehntelanger US-Kriege und gescheiterter innenpolitischer Reformvorhaben. Er zeichnet Konflikte von Korea und Vietnam über Mittelamerika, Irak und Afghanistan nach und argumentiert, US-Regierungen hätten wiederholt militärische Interventionen, korrupte Verbündete und gesichtswahrende Rückzüge hinterlassen. Als historisches Beispiel dient die Kuba-Krise: John F. Kennedy habe den Abzug sowjetischer Raketen als Erfolg dargestellt, im Gegenzug aber den Abzug amerikanischer Raketen aus der Türkei und den Verzicht auf weitere Umsturzversuche in Kuba zugesagt. Trump sei mit Versprechen angetreten, Kriege zu beenden und wirtschaftliche Reformen umzusetzen, habe den Ukraine-Krieg jedoch nicht beendet und sich laut Darstellung in einen Krieg mit Iran hineinziehen lassen. Für einen Erfolg gegenüber Teheran müsste er wohl Sanktionen lockern. Die Zwischenwahlen im November könnten Trump zur politisch geschwächten «lahmen Ente» machen. Der Autor erwartet auch in Europa Chancen für politische Aussenseiter.