Themen: Bildung, Gesellschaft, Demokratie
Regionen: International, Europa
Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern berichten von Hakenkreuzschmierereien, Hitlergrüssen, rechtsextremer Kleidung und Wehrmachtsliedern im Schulalltag. Eine Lehrerin sagt, ihre Schülerschaft rücke zunehmend nach rechts; nur wenige Kolleginnen und Kollegen schritten konsequent ein, die Schulleitung unternehme wenig. An einer Befragung über den CrowdNewsroom beteiligten sich rund 60 Mitarbeitende von Schulen, darunter Lehrkräfte und Schulsozialarbeitende. Nach Auswertung der Antworten wurden neun Personen interviewt. Die Schilderungen deuten auf verbreitete rechtsextremistische Einstellungen und teils strafbare Handlungen in der Schülerschaft hin. Mehrere Befragte fühlen sich durch Schulleitungen und Schulverwaltung beim Einsatz für Demokratie im Klassenzimmer nicht ausreichend unterstützt. Einige sorgen sich vor den Landtagswahlen im September. Für Sachsen-Anhalt nennt das AfD-Wahlprogramm unter anderem das Ende der Inklusion, Wachdienste an Schulen und Änderungen im Geschichtsunterricht. Ob diese Vorhaben verfassungsrechtlich zulässig wären, bleibt offen.