Themen: Bildung, Demokratie, Partei-Politik
Regionen: International, Europa
Lehrkräfte und Schulsozialarbeitende aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt berichten von einem Rechtsruck unter Schülerinnen und Schülern, Hakenkreuzen, Hitlergrüssen und rechtsextremer Kleidung an Schulen. Eine CORRECTIV-Umfrage unter knapp 60 Personen sowie vertiefende Gespräche zeigen, dass sich viele Pädagogen bei Gegenwehr gegen solche Vorfälle von Schulleitungen und Behörden allein gelassen fühlen. Zugleich setzen Kleine Anfragen und Beschwerden der AfD Lehrkräfte unter Druck, die Vielfalt, Menschenwürde und demokratische Werte vermitteln. In Sachsen-Anhalt wurden 2025 149 rechts motivierte Straftaten an Schulen registriert, gegenüber 74 im Jahr 2023. Mecklenburg-Vorpommern erfasste im Schuljahr 2025/26 119 mutmasslich extremistische Vorfälle. Vor den Landtagswahlen sorgen sich Betroffene über mögliche AfD-Regierungsbeteiligungen und deren angekündigte schulpolitische Veränderungen. Einzelne Schulen halten mit Demokratieprojekten dagegen; eine Beschwerde gegen eine Schulleiterin in Aschersleben wurde abgewiesen.