Themen: Wissenschaft, Umwelt
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur, International, Westasien
Empa-Forschende und die Khalifa University of Science and Technology entwickeln in Abu Dhabi Biopolymere, welche Wüstensand stabilisieren und seine Wasserspeicherung verbessern sollen. Bakterien und Pilze bilden dabei Netzwerkstrukturen und lange Polymerketten zwischen den Sandkörnern. In Versuchen liessen bakterienbehandelte Sandproben Wasser sechsmal langsamer durchsickern als unbehandelter Sand. In einem zweiten Ansatz produzierten Bakterien Zellulose-Geotextilien. Mit Sand zu Schichten verarbeitet, verlangsamten diese Matten die Wasserdurchlässigkeit um das 28-Fache. Laut Empa-Laborleiter Gustav Nyström könnten so erste organische Materie und Wasser in den Sand gelangen und ihn stabilisieren. Dies könnte das Wachstum weiterer Mikroorganismen und Pflanzen anstossen. Als Nährstoffquelle für die Mikroorganismen kommen in Abu Dhabi etwa Zucker aus Lebensmittel- und Siedlungsabfällen infrage. Die Studie erschien in «Carbohydrate Polymers».