Themen: Klima&Energie, Gesellschaft
Regionen: International, Europa
Hitzewellen führen in Europa zu massenhaftem Sterben von Nutztieren. In Frankreich starben im Juni innerhalb weniger Tage bis zu drei Millionen Hühner; in einzelnen Regionen überforderten die Kadavermengen die Entsorgung. Auch frühere Hitzewellen forderten Hunderttausende bis Millionen Tiere in Frankreich, den Niederlanden und Tschechien. Besonders gefährdet sind Hühner und Schweine, weil sie nicht schwitzen können. In dicht belegten Ställen erschweren hohe Temperaturen, schlechte Luftzirkulation und fehlende Ausweichmöglichkeiten die Abkühlung. Tiere fressen weniger, dehydrieren, erkranken leichter und pflanzen sich schlechter fort. Französische Schweinebetriebe meldeten Verluste von bis zu 30 Prozent, die Milchproduktion sank laut Bauernverband um 10 bis 30 Prozent. Genannt werden Wasser, Schatten, Lüftung, Kühlung und geringere Besatzdichten als Schutzmassnahmen. Tierschutzorganisationen fordern zudem Frühwarnungen, Notfallpläne, widerstandsfähige Infrastruktur und eine Abkehr von besonders intensiver Tierhaltung.