Themen: Gesundheit, Bildung, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Die IV-Stelle des Kantons Bern hat Ende August die Informations- und Beratungsplattform Moviia für 18- bis 25-Jährige mit psychischen Beeinträchtigungen gestartet. Das niederschwellige Angebot setzt vor einer formellen IV-Anmeldung an und soll Orientierung geben, Stigmatisierung senken sowie Unterstützungsbedarf früh erkennen. Case Manager klären individuelle Situationen, unterstützen bei einer IV-Anmeldung und vermitteln bei Bedarf weiterführendes Coaching, auch während Lehre oder Gymnasium. Ziel ist eine nachhaltige Integration in Ausbildung und Arbeitswelt. Auslöser sind laut Berner Fachhochschule soziale Belastungen, Leistungsdruck, digitale Einflüsse und pandemiebedingte Faktoren. Verlässliche epidemiologische Daten zu Autismus-Spektrum-Störungen, AD(H)S sowie affektiven und Angststörungen bei jungen Menschen fehlen in der Schweiz jedoch weitgehend. Moviia will deshalb Schulen, Berufsberatung, Lehrbetriebe und weitere Bezugspersonen sensibilisieren. Geplant sind Kampagnen, digitale Information, Telefon- und Mailberatung sowie möglicherweise dezentrale Erstberatungen.