Themen: Klima&Energie, Gesundheit, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Der Hitzesommer 2026 gefährdete vor allem ältere Menschen: In der Schweiz wurden bis Ende Juli 357 zusätzliche Todesfälle verzeichnet, europaweit starben in den ersten fünf Wochen der Hitzewelle 31’800 Menschen mehr als in normalen Sommern. Nach Angaben von Jana Bühler steigt das Sterberisiko für ältere Personen ab 33 Grad um 21 Prozent, für Alzheimer-Patienten um 67 Prozent; die meisten hitzebedingten Todesfälle betreffen Menschen über 75 Jahre. Besonders belastet sind Städte und Institutionen in Hitzehotspots. In Bern liegen vier von fünf Spitälern und zwei von drei Pflegeheimen in Hochrisikoquartieren, während es vielerorts an kühlen Räumen, Pausenmöglichkeiten und angepasster Ausstattung fehlt. Fachleute plädieren für Warnnetze, Klimaräume und eine Stadtplanung mit Schatten, Entsiegelung und weniger Verkehrslärm. Hitzeschutz soll ältere Menschen nicht isolieren, sondern ihre Selbstständigkeit und soziale Teilhabe sichern. Die Klimaseniorinnen fordern zudem einen Schweizer Aktionsplan für Klimaschutz und das 1,5-Grad-Ziel bis 2050.