Themen: Partei-Politik, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Tessin
Marco Chiesa, Ständerat, Luganeser Gemeinderat und Präsident der SVP Tessin, begründet seine Bundesratskandidatur mit dem Anspruch auf eine kontinuierliche Vertretung der italienischen Schweiz. Er wolle Ignazio Cassis nicht zum Rücktritt auffordern, sehe aber angesichts der aktuellen Zusammensetzung des Bundesrats geringe Chancen auf einen Tessiner Sitz. Über die Nomination entscheide zunächst Partei und Fraktion, danach die Bundesversammlung. Chiesa sagt, er habe vor seiner Kandidatur mehrere Parteikollegen konsultiert und ermutigende Rückmeldungen erhalten. Er hält Mitbewerber Thomas Aeschi für kompetent, schätzt dessen starkes Profil für die Wahl durch die Bundesversammlung jedoch als mögliche Hürde ein. Im Tessin spricht Chiesa zudem über eine vertiefte Zusammenarbeit von SVP und Lega. Eine Unterordnung einer Seite lehnt er ab; denkbar seien eine Föderation oder ein gemeinsames politisches Projekt. Themen wie Lohndruck, Grenzgängerwesen und Jugendgewalt müssten aus seiner Sicht auf Bundesebene stärker berücksichtigt werden.