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Javier Cercas: «La crisi abitativa ha contaminato tutta l'Europa»

cdt.ch
Javier Cercas: «La crisi abitativa ha contaminato tutta l'Europa»

Themen: Gesellschaft, Demokratie, Wirtschaft/Finanzen

Regionen: International, Europa

Javier Cercas sieht die spanische Wohnungskrise als Ausdruck eines europaweiten Problems. Nachdem das Parlament zwei Mieterschutz- und Spekulationsbremsen abgelehnt hatte, demonstrierten Menschen in mehr als 50 spanischen Städten. Zwar entwickle sich die Wirtschaft makroökonomisch gut, doch bei vielen Menschen komme dies nicht an, sagt der Schriftsteller. Die Finanzkrise von 2008 habe Macht konzentriert und nationalpopulistische Bewegungen gestärkt. Diese seien besonders gefährlich, weil sie vorgäben, Demokratie zu verteidigen, sie aber von innen aushöhlten. Als Beispiele nennt Cercas den Sturm auf das US-Kapitol und die mögliche politische Stärkung Marine Le Pens. Spaniens franquistische Vergangenheit bleibe Teil der Gegenwart; ebenso betrachtet er Russlands Angriff auf die Ukraine als Konflikt gegen die europäische Demokratie. Europa dürfe die Ukraine deshalb nicht im Stich lassen. Bei der Migration kritisiert Cercas eine verbreitete Furcht und betont sowohl die moralische Pflicht zur Aufnahme als auch die wirtschaftliche Bedeutung von Migrantinnen und Migranten.

www.cdt.ch

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