Themen: Sport
Regionen: International, International Unbestimmt
Giulio Palermo führte den Vorsitz des dreiköpfigen TAS-Schiedsgerichts, das am 30. Oktober den Ausschluss russischer Eishockey-Nationalteams von internationalen Wettbewerben einstimmig aufhob. Der Internationale Eishockeyverband IIHF habe seine Sicherheitsbedenken nicht ausreichend belegt, begründete das Gericht den Entscheid. Palermo war am 22. September als Referent an einer Schiedsgerichtskonferenz in Moskau aufgetreten. Der TAS erklärte, er sei erst am 9. Oktober zum Vorsitzenden ernannt worden und habe zum Zeitpunkt der Reise noch nichts vom Verfahren gewusst. Die Parteien hätten keine Einwände gegen seine Unabhängigkeit erhoben. Der Gerichtshof sei über die Reise nicht informiert gewesen und kenne keine Umstände, die Palermos Unabhängigkeit beeinträchtigten. Palermo verwies für Auskünfte zunächst an den TAS und bezeichnete Angaben eines litauischen Medienberichts als unbegründet und ehrverletzend. Für einen Zusammenhang zwischen der Reise und dem Verfahren liegen keine Belege vor. Offen bleibt, ob die Reise nach seiner Ernennung intern auf mögliche Interessenkonflikte geprüft wurde.