Themen: Klima&Energie, Gesundheit, Ungleichheit
Regionen: International, Europa
Extreme Hitze hat in Europa in den vergangenen vier Jahren über 200’000 Todesopfer gefordert; die Hitzewellen dieses Jahres verursachten mindestens weitere 35’000 Todesfälle. Eine Studie in 14 europäischen Ländern über fast 30 Jahre kommt zum Schluss, dass Hitzeaktionspläne die hitzebedingte Sterblichkeit um 25 Prozent senken. Frankreich setzt nach der Hitzekatastrophe von 2003 auf ein nationales Warnsystem mit automatisch ausgelösten Krisenmassnahmen, Kühlung, Wasserzugang und Kontrollen gefährdeter Personen. Spanien unterhält Klimaschutzräume; in Barcelona sind mehr als 500 solcher gekühlten Orte für 99 Prozent der Bevölkerung innert zehn Gehminuten erreichbar. Welche Einzelmassnahmen am wirksamsten sind, bleibt offen. Fachleute plädieren für präzisere Belastungsindikatoren und gezielteren Schutz älterer Menschen, Erkrankter, einkommensschwacher Haushalte und Beschäftigter. Für Arbeitsplätze gelten Wasser, Pausen und Schatten als einfache zentrale Vorkehrungen. Auch hitzeangepasste Wohnungen und Arbeitsorte seien nötig.