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Hunger und Fehlernährung weltweit

Infosperber
Hunger und Fehlernährung weltweit

Themen: Gesellschaft, Umwelt, Wirtschaft/Finanzen

Regionen: International, International Unbestimmt

Millionen Menschen sind weltweit von Hunger und Fehlernährung bedroht. Kriege, blockierte Handelsrouten im Nahen Osten und am Schwarzen Meer, Sanktionen, Inflation und knappe Düngemittel beeinträchtigen Produktion und Versorgung, besonders in Afrika und anderen Ländern des globalen Südens. Dürren in Ostafrika, Wassermangel, Versalzung fruchtbarer Böden und Klimafolgen im Mekong-Delta gefährden zusätzlich die Ernährung. Der Ukraine-Krieg beeinflusste Getreide- und Düngerströme, wobei nur ein kleiner Teil ukrainischer Getreideexporte die ärmsten Länder erreichte. Steigende Lebensmittelpreise und Spekulation treffen arme Länder besonders stark, während Konzerne der Lebensmittel- und Logistikbranche profitieren können. Gleichzeitig ist Fettleibigkeit weltweit häufiger als Untergewicht; betroffen sind vor allem Menschen mit tiefen Einkommen, die sich oft billige, wenig gesunde Nahrung leisten. Analysen thematisieren zudem Fleischkonsum, Agrartreibstoffe, unfaire Handelsregeln und fehlende Mittel für humanitäre Hilfe. Eine ausreichende Ernährung für bis zu zehn Milliarden Menschen gilt grundsätzlich als möglich, setzt aber politische und agrarische Veränderungen voraus.

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