Prometheus: Der unabhängige Medienspiegel der Schweiz

Seite wird geladen …

Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht

Ican: «Geld, das zum Leben fehlt, wird für A-Waffen vergeudet»

Infosperber
Ican: «Geld, das zum Leben fehlt, wird für A-Waffen vergeudet»

Themen: Krieg&Frieden, Geopolitik, CH-Politik

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, International Unbestimmt

Die neun Atomwaffenstaaten gaben 2025 laut dem Jahresbericht der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (Ican) insgesamt 119 Milliarden Dollar für Nuklearwaffen aus, durchschnittlich 19 Prozent mehr als 2024. Ican warnt, schon ein begrenzter Atomkrieg mit hundert kleineren Bomben könne das Klima massiv schädigen sowie Hunger und Massensterben auslösen; ein grosser Krieg bedrohe die Zivilisation. Besonders stark investierten die USA in Weiterentwicklung, Transport und Stationierung. Die Organisation kritisiert zudem die wirtschaftlichen Interessen von Rüstungskonzernen und verweist auf zunehmende Lobbyarbeit in der EU. Weltweit seien die Militärausgaben auf 2,7 Billionen Dollar gestiegen, dreizehnmal höher als die Entwicklungshilfe. Die 99 Vertragsstaaten des Atomwaffenverbotsvertrags verlangten Fortschritte bei Abrüstungsverhandlungen und bessere Kontrolle. Deutschland und die Schweiz sind nicht beigetreten. In der Schweiz fordert eine zustande gekommene Volksinitiative den Beitritt; der Bundesrat lehnt sie ab, ein Abstimmungstermin fehlt.

Infosperber

Zum Originalartikel