Eine strapazierfähige Buchschutzfolie hiess in meiner Kindheit «Bärenhaut». Mit so einer Bärenhaut überzogen wir als Kinder die Bücher, die uns besonders wichtig waren. Zu den wichtigsten gehörte für mich ein Buch, das mir der Onkel Mich, mein Taufpate und Lieblingsonkel, zu Weihnachten geschenkt hatte; da war ich elf Jahre alt. Erst habe ich meinen Namen vorne mit krakeliger Schrift hineingeschrieben, und dann habe ich es nach dem ersten Lesen eingebunden: Die Bärenhaut war da sowohl ein Schutz für das Buch als auch eine Respektbezeugung für dessen Inhalt, der mich unglaublich beeindruckt hat – so sehr, dass ich es damals so oft gelesen habe, wie sonst nur noch die Bände von Karl May und Prinz Eisenherz. ...