Themen: Geopolitik, Krieg&Frieden
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Südostasien
Ignazio Cassis hat nach einem zweitägigen Besuch in Pjöngjang Gespräche mit Nordkoreas Aussenministerin Choe Son-hui und dem Parteifunktionär Jo Yong-won als fruchtbar bezeichnet. Im Zentrum standen die Wiedereröffnung des Schweizer Diplomatiebüros, künftige Projekte zu Ernährung und Gesundheit sowie Sicherheitsfragen. Die Schweiz bot angesichts der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel ihre guten Dienste an; laut Cassis stiess dies auf Zustimmung. Er traf Kim Jong-un nicht. Das Büro war wegen der Covid-19-Pandemie im März 2020 geschlossen und am 19. Oktober wieder eröffnet worden. Es untersteht der Schweizer Botschaft in Peking und wird von Sylvain Astier geführt. Nach Pjöngjang reiste Cassis nach Seoul, wo die Behörden die Wiedereröffnung ebenfalls begrüssten. Nord- und Südkorea befinden sich seit dem Waffenstillstand von 1953 formal weiterhin im Kriegszustand.