Themen: Umwelt
Regionen: Schweiz, Wallis/Graubünden
Der Eisblock im östlichen Teil des Weisshorngletschers oberhalb von Randa bewegt sich langsamer. Seine Geschwindigkeit sank von rund 20 Zentimetern pro Tag im Sommer auf derzeit zehn Zentimeter. Der Walliser Naturgefahrenexperte Norbert Carlen hält das darunterliegende Dorf auch bei einem vollständigen Abbruch der Eismasse für nicht gefährdet. Der heute rund 300'000 Kubikmeter grosse Block würde zunächst auf einer etwa zehn Fussballfelder grossen Terrasse des Bisgletschers aufschlagen; nur ein kleiner Teil des Eises würde ins Tal gelangen. Ursprünglich betrug die Masse etwa 500'000 Kubikmeter, doch vereinzelte Abbrüche haben sie in den vergangenen Monaten beinahe halbiert. Risse im Eis deuteten darauf hin, dass sich dieser Prozess fortsetzt. Pascal Stoebener vom Walliser Dienst für Naturgefahren bezeichnete eine Evakuierung von Randa mit seinen 450 Einwohnerinnen und Einwohnern als sehr unwahrscheinlich, ausser falls zuvor grosse Mengen Schnee fallen. Eine Wiederholung der Schlamm- und Schuttlawine von Blatten im Mai 2025 wird nicht erwartet.