Themen: Klima&Energie, Gesundheit, Umwelt
Regionen: International, International Unbestimmt
Extremhitze im Zusammenhang mit dem Klimawandel hat zwischen 2016 und 2023 laut dem zehnten Bericht des Lancet Countdown on Health and Climate Change fast drei Millionen Todesfälle verursacht. Auf das Jahr 2023 entfielen demnach 710’000 Todesfälle. Der von University College London und Weltgesundheitsorganisation mitgetragene Bericht stellt fest, dass klimabedingte Gesundheitsschäden schneller wachsen als im vorausgehenden Jahrzehnt. Marina Romanello, Geschäftsführerin des Lancet Countdown, bezeichnet die Entwicklung als globale gesundheitliche Notlage. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus verweist auf nach seiner Einschätzung unwiderlegbare Belege. Zusätzlich registrierte der Bericht 2025 mindestens einen Monat extremer Dürre auf knapp 51,8 Prozent der Landflächen. Rund 80 Prozent des Planeten seien von Ungleichgewichten bei den Wasserressourcen betroffen. Die Autoren verlangen, den Schutz der Gesundheit in allen klima- und wirtschaftspolitischen Entscheidungen ins Zentrum zu stellen.