Themen: Partei-Politik, Demokratie, Geopolitik
Regionen: International, Westasien
Exit Polls nach den israelischen Parlamentswahlen sehen den Likud von Benjamin Netanyahu mit 24 bis 25 Sitzen als stärkste Einzelpartei, aber deutlich geschwächt gegenüber den 32 Mandaten der vorigen Legislatur. Sein Regierungsblock kommt je nach Erhebung auf 50 Sitze und verfehlt damit klar die Mehrheit in der 120-köpfigen Knesset. Der Mitte-links-Block unter Gadi Eisenkot erreicht laut Channel 13 53 Mandate, laut dem öffentlichen Sender Kan 55. Eisenkots Partei Yashar kommt in den Erhebungen auf 23 bis 24 Sitze. Besonders stark schneiden die arabischen Parteien ab: Ràam erhält sieben und die Vereinigte Liste zehn Mandate. Damit werden sie für eine Regierungsbildung zentral. Eisenkot erklärte sich bereit, eine neue Regierung zu führen, schloss aber bislang eine Koalition mit arabischen Parteien aus; diese könnten eine Minderheitsregierung von aussen stützen. Die Wahlbeteiligung lag bei 77,7 Prozent und damit 7,1 Punkte über jener von 2022. Scheitert die Koalitionsbildung, droht eine erneute Wahl.