Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Tessin
Sara Rossini, CEO von Fill-Up, fordert mehr Unterstützung für junge Fachkräfte, die nach Berufserfahrungen ausserhalb des Tessins zurückkehren und dort eigene Unternehmen oder innovative Dienstleistungen aufbauen wollen. Neben niedrigen Löhnen und begrenzten Karrierechancen sieht sie ein weiteres Hindernis: Neue Projekte erhielten zwar häufig Lob, stiessen aber auf Widerstand, sobald sie bestehende Interessen und Strukturen herausforderten. Rossini berichtet von Gesprächen mit mehreren 30- bis 40-Jährigen, die auf der Suche nach konkreter Unterstützung verschlossene Türen vorgefunden hätten. Auch aus eigener Erfahrung weiss sie, wie viel Beharrlichkeit die Entwicklung eines neuen Vorhabens verlangt. Gescheiterte Projekte könnten aus ihrer Sicht nicht geschaffene Arbeitsplätze, ausbleibende Investitionen und Kompetenzen bedeuten, die anderswo bleiben. Zwar gebe es Tessiner Organisationen, die Innovation tatsächlich unterstützten. Entscheidend sei aber, Rückkehrwilligen zuzuhören und ihnen Raum für Neues zu geben.