Themen: Iran Krieg, Krieg&Frieden, Geopolitik
Regionen: International, Westasien, Nordamerika
US-Bombardierungen von mehr als 150 Zielen im Iran, darunter der Bahnlinie zwischen Teheran und Mashhad, und iranische Angriffe auf US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain haben die Lage weiter eskaliert. Auslöser war laut Darstellung die Attacke iranischer Revolutionsgarden auf drei Containerschiffe in der Strasse von Hormuz. Eigentlich sollten die USA und Iran nach dem Bürgenstock-Memorandum vom 22. Juni während 60 Tagen zentrale Streitpunkte verhandeln. Nach rund der Hälfte dieser Frist gibt es jedoch keine Gespräche. Die Krise verschärft sich während der Trauerfeiern für den am 28. Februar bei einem israelisch-amerikanischen Luftschlag getöteten Ali Khamenei. Bei den staatlich inszenierten Kundgebungen wurden Racheforderungen laut, teils auch Vorwürfe gegen Aussenminister Araghchi. Unklar bleibt, weshalb Mojtaba Khamenei, der neue Revolutionsführer, öffentlich nicht auftritt. Ein anhaltender Krieg könnte weltweite wirtschaftliche Folgen haben.