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Mein Fenster auf die Schweiz

Journal B
Mein Fenster auf die Schweiz

Themen: Migration/Asyl, Gesellschaft, Kultur/Feuilleton

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Westasien

Ein aus Damaskus stammender Autor beschreibt sein physisches Fenster in der Schweiz als Blick auf einen Hinterhof, auf Liebe, Arbeit und ein Leben, das sich ihm auch nach zwölf Jahren noch offen und vielfältig zeigt. Zugreisen und Begegnungen mit Menschen unterschiedlicher Herkunft lassen die geografisch kleine Schweiz für ihn gross erscheinen. Dem stellt er seine Erfahrung in Damaskus gegenüber, wo die Stadt unter der Herrschaft von Tyrannen für ihre Bewohnerinnen und Bewohner entfremdet gewesen sei. Er und andere hätten Damaskus deshalb als ferne, geliebte Frau imaginiert, um den Verlust von Zugehörigkeit auszuhalten. Seine Kinder flohen mit ihm und seiner Frau in die Schweiz, wo sie Asyl suchten; andere Kinder aus dem damaligen Innenhof konnten fliehen, starben auf der Flucht oder blieben in Syrien zurück. Der Autor sieht die Schweiz als Ergebnis eines historischen Bruchs und schrittweiser Entwicklung zum Bundesstaat von 1848. Entscheidend bleibe, dass das Land Neuankömmlingen offenstehe und seine Zukunft aktiv verwirkliche.

journal-b.ch

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