Themen: Gesellschaft, Krieg&Frieden, Geopolitik
Regionen: International, Westasien
Karin Leukefeld erörtert anlässlich des Kongresses «Mut zur Ethik» die Bedeutung menschlicher Würde und stellt ihr einen aus ihrer Sicht fortschreitenden Verlust von Menschen- und Völkerrecht gegenüber. Sie erinnert an die UN-Charta, an Debatten über Krieg, Kolonialismus und soziale Befreiungsbewegungen seit den 1960er Jahren sowie an Texte von Erasmus, Einstein und Freud. Eigene Begegnungen in Irak, Libanon und Palästina prägen ihren Zugang: Sie schildert die Armut einer Familie in Bagdad unter den Sanktionen, die Bildungspläne des Dominikaners Yousif Thomas Mirkis nach dem US-Einmarsch und Gespräche mit Vertriebenen im Libanon. Zudem verweist sie auf eine Weihnachtspredigt des Pastors Munther Isaac in Bethlehem. Leukefeld kritisiert westliche Kriegs- und Machtpolitik, Medienverbote und Sanktionen gegen Journalisten. Als Gegenmittel nennt sie Zuhören, Austausch, Bildung, das Teilen von Ressourcen und die Pflicht, Mächtigen Unrecht entgegenzuhalten.