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Journalismus im antisemitischen Minenfeld

Infosperber
Journalismus im antisemitischen Minenfeld

Themen: Gesellschaft, CH-Politik

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Die frühere Leiterin des arabischen Dienstes von Swissinfo, Amal Mekki, wirft ihrem Arbeitgeber mangelnde Unterstützung nach Kritik an ihrer Haltung zum Israel-Palästina-Konflikt vor. Daniel Rickenbacher hatte 2024 alte Social-Media-Beiträge Mekkis beanstandet und später in der NZZ über Swissinfo geschrieben. Laut Gabriela Neuhaus fragte Chefredaktor Mark Livingston Mekki zuvor, ob sie als jüdisch bezeichnet werden könne; sie lehnte ab. Mekki berichtet, eine Recherche zur Schweizer Nahostpolitik sei zurückgestellt worden. Nach einer Krankschreibung erhielt sie Ende April 2026 die Kündigung. Die SRG beantwortete konkrete Fragen zum Fall laut Neuhaus nicht. Mekki betont, sie wolle ihre Erfahrungen nicht gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk instrumentalisieren lassen. Neuhaus stellt den Fall neben den Weggang der früheren SRF-Auslandchefin Susanne Brunner und sieht darin Folgen von Druck auf die Nahostberichterstattung. Zugleich sinkt das Swissinfo-Budget mit der neuen Leistungsvereinbarung laut Beitrag von rund 19 auf 11 Millionen Franken.

www.infosperber.ch

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