Themen: Gesundheit, Umwelt, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Südostasien
In Hyderabad produzieren zahlreiche Fabriken Antibiotika und Pilzmittel für den Weltmarkt. Untersuchungen eines Leipziger Infektionsmediziners und eines ARD-Teams fanden vor rund zehn Jahren in Wasserproben aus Leitungen, Gewässern, Kanälen, Abwasserspeichern und Reisfeldern sehr hohe Konzentrationen von Antibiotika und Antimykotika sowie multiresistente Erreger. Die gemessenen Werte lagen teils hundert- bis tausendfach über empfohlenen Grenzwerten. Laut einem aktuellen Bericht sind die Gewässer um Hyderabad weiterhin schwer belastet; Fische starben, Felder wurden unfruchtbar und Bauern berichteten von schwer behandelbaren Hautinfektionen. Resistente Keime könnten über Waren, Lebensmittel, Zugvögel und Reisende weltweit verbreitet werden. Auch im gereinigten Basler Abwasser wurden Resistenzgene aus Indien festgestellt. Swissmedic prüft nach eigener Aussage Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, nicht aber Umwelt- und Arbeitsbedingungen. Sandoz will nicht sagen, ob es weiterhin von zwei erwähnten Herstellern bezieht; Roche konnte eine Deponie eines Lieferanten nicht auditieren.