Themen: Klima&Energie, Wirtschaft/Finanzen, Technologie
Regionen: International, Europa
Ende Mai stiegen die französischen Month-Ahead-Strompreise, nachdem die ungewöhnliche Wärme Flüsse stark aufgeheizt hatte. Die Rhône bei Genf erreichte 21 Grad, acht Grad mehr als eine Woche zuvor. Gegenüber Ende März lag der Monatspreis zunächst 11,7 Prozent höher; später betrug das Plus 8,7 Prozent bei 33,65 Euro pro Megawattstunde. Ausschlaggebend war vor allem die Sorge vor Einschränkungen der Kernkraftproduktion: Wärmeres Kühlwasser senkt den Turbinenwirkungsgrad, und bei früheren Hitzewellen mussten Reaktoren an Rhône, Garonne und Gironde gedrosselt oder abgeschaltet werden. Im Sommer 2025 blockierten zudem Quallen die Kühlwasserzufuhr mehrerer Reaktoren. Laut einem Experten sind Anlagen ohne Kühltürme besonders betroffen. Gleichzeitig führte viel Sonne im Mai zu hoher Photovoltaikproduktion und teils negativen Tagespreisen. Mittelfristig könnte die wachsende Solarproduktion EDF belasten, weil Reaktoren zwar gedrosselt werden können, aber nicht dafür ausgelegt sind.