Themen: Sport, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, International Unbestimmt
Gianni Infantino soll 2024 neben seiner offiziell ausgewiesenen Fifa-Vergütung von 4,27 Millionen Franken weitere 1,76 Millionen Dollar erhalten haben. Laut der britischen «Times» floss das Geld über FWC2026 US Inc., die amerikanische Gesellschaft zur Organisation der Weltmeisterschaft 2026, und erscheint nicht in der publizierten Fifa-Jahresrechnung. Artikel 43 Absatz 13 der Fifa-Statuten verlangt die Veröffentlichung der individuellen Vergütung von Präsident, Ratsmitgliedern und Generalsekretär. Miguel Maduro, früherer Vorsitzender der Fifa-Governance-Kommission, wertet die Nichtoffenlegung als klaren Statutenverstoss. Die Fifa hält dagegen, der Vergütungsausschuss bestimme die Leistungen und diese seien gegenüber den US-Behörden korrekt deklariert worden; sie weist einen Statutenverstoss zurück. Der Beitrag unterscheidet zwischen steuerlicher Deklaration und statutarischer Publizität. Berichte über mögliche weitere Zusatzvergütungen, Wohnleistungen oder andere Vergünstigungen bleiben teilweise ungeklärt. Für behauptete verdeckte Finanzierungen fehlen laut Text belastbare Belege.