Themen: Gesundheit, KI/Digital, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana stellt der Autor die Koordination der Rettung und die frühe Verlegung Schwerbrandverletzter ins Ausland infrage. Internationale Hilfe sei notwendig gewesen, die nationale Versorgung müsse bei Grosskatastrophen jedoch das Fundament bilden. Obwohl die Schweiz über mehr als 250 Spitäler verfüge, konzentriere sich die spezialisierte Behandlung von Schwerbrandverletzten auf das Universitätsspital Zürich, das CHUV Lausanne und das Kinderspital Zürich. Der Autor fragt, weshalb etwa das Inselspital Bern, das Universitätsspital Basel und das Kantonsspital St. Gallen nicht systematisch in eine erweiterte Strategie einbezogen würden. Auch das frühere SwissBurn-Konzept sei offenbar weder eingesetzt noch modernisiert worden. Kritisiert wird zudem eine Software zur Katastrophenkoordination, deren Kosten von ursprünglich 20 auf 40 Millionen Franken gestiegen seien und deren Auftrag freihändig vergeben wurde. Der Autor legt offen, selbst mit Partnern KI-gestützte Lösungen für Notfallmedizin und Katastrophenmanagement zu entwickeln, und fordert Wettbewerb sowie technisch moderne Systeme.