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Interviews, die wir vom öffentlich-rechtlichen TV-SRF erwarten

Infosperber
Interviews, die wir vom öffentlich-rechtlichen TV-SRF erwarten

Themen: KI/Digital, Demokratie

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Urs P. Gasche fordert von den SRF-Sendungen «Tagesschau» und «10vor10» präzisere Interviews mit konsequenten Gegenfragen. Wenn Journalistinnen und Journalisten Aussagen von Regierungs- oder Wirtschaftsvertretern ohne Widerspruch stehen liessen, erhielten Zuschauende häufig vorbereitete PR-Botschaften statt hilfreicher Information. Gute Gegenfragen verlangten fachliche Kenntnisse, die beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen vorauszusetzen seien. Kritisch beurteilt Gasche auch die Praxis, bei Initiativen die Position der Gegenseite bloss mit dem Hinweis abzutun, darüber sei bereits Tage zuvor berichtet worden. Eine eigene Meinung könnten sich Zuschauende besser bilden, wenn sie zentrale Argumente beider Seiten zeitnah und kontrovers hörten. Als Beispiel nennt er ein «10vor10»-Interview vom 3. August, in dem Bundesrat Albert Rösti zur Kritik an geplanten Kürzungen von Waldschutz-Subventionen befragt wurde. Dem stellt er ein ZDF-Interview mit dem deutschen Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth über Hitzetote gegenüber. Zudem verweist er auf Al Jazeeras «Inside Story» mit kontrovers diskutierenden Fachleuten zur Lage in Gaza.

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