Themen: Iran Krieg, Geopolitik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Westasien, China
Die Rahmenvereinbarung zwischen den USA und Iran nach dem am 28. Februar 2026 begonnenen 60-Tage-Krieg wird als späte Rückkehr zu einer bereits 2003 möglichen Verständigung gedeutet. Damals hatte Teheran Washington laut Darstellung einen «Grand Bargain» angeboten; die Bush-Regierung setzte jedoch auf Dominanz statt Verhandlungen. Sanktionen und Isolation stärkten in den folgenden Jahrzehnten Irans wirtschaftliche Abhängigkeit von China. Peking kaufte Energie, investierte in Infrastruktur und unterstützte alternative Zahlungswege ausserhalb des Dollar-Systems. Die Lockerung von Sanktionen und die Freigabe iranischer Vermögenswerte sollen Teheran nun weitere Optionen eröffnen und eine ausschliessliche Bindung an China verhindern. Im Iran gewinne zugleich ein autoritär-technokratischer Modernisierungskurs an Gewicht, der sich am chinesischen Modell orientiere. Russland habe sich im Krieg dagegen zwar diplomatisch, nicht aber militärisch als verlässliche Schutzmacht erwiesen.