Themen: Krieg&Frieden, Geopolitik
Regionen: International, Westasien
Gewaltbereite israelische Siedler setzten im Westjordanland palästinensische Familien unter Druck und vertrieben sie teils aus ihren Häusern. In Qusra bezeichnete US-Botschafter Mike Huckabee die Beteiligten zunächst als «israelische Terroristen», ersetzte diese Bezeichnung später aber durch «illegale Eindringlinge». Die israelische Armee räumte laut Darstellung nicht nur Siedler vorübergehend weg, sondern zwang auch palästinensische Bewohner zum Verlassen ihrer Häuser. Ein Bericht von Peace Now und Kerem Navot wirft der Regierung Netanjahu vor, die De-facto-Annexion des Westjordanlands systematisch voranzutreiben. Zwischen 2023 und 2025 seien 185 neue Aussenposten entstanden; Menschen aus 118 Gemeinschaften und Herdengruppen seien durch Gewalt, Wasserknappheit und mangelnden Schutz vertrieben worden. Zäune, neue Strassen, Checkpoints und Barrieren erschwerten den Zugang zu Land. Verteidigungsminister Israel Katz schlug vor, den Schutz palästinensischer Zivilisten der Polizei zu übertragen, die dem Siedler Itamar Ben-Gvir untersteht. Parallel dauern israelische Angriffe in Gaza und im Libanon an.