Themen: Bildung
Regionen: International, Westasien
Israels Schülerinnen und Schüler haben in der Pisa-Studie die niedrigsten Resultate seit der Teilnahme des Landes erzielt. Die am Dienstag veröffentlichten OECD-Ergebnisse zeigen, dass 15-Jährige in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften jeweils unter dem OECD-Durchschnitt liegen. Beim Lesen sank die Leistung gegenüber 2022 um 38 Punkte, einer der stärksten Rückgänge aller teilnehmenden Länder. Seit 2015 nahm der Anteil leistungsschwacher Jugendlicher in Mathematik und Lesen um je 14 Prozentpunkte zu, in Naturwissenschaften um neun Punkte. Das von der OECD definierte Grundniveau erreichen noch 54 Prozent in Mathematik, 59 Prozent im Lesen und 60 Prozent in Naturwissenschaften; die OECD-Mittelwerte liegen bei 65, 69 und 74 Prozent. 37 Prozent der israelischen Jugendlichen bezeichnen Schule als Zeitverschwendung, gegenüber 24 Prozent im OECD-Durchschnitt. Zudem besucht etwa die Hälfte der Schülerinnen und Schüler Schulen, deren Leitungen Lehrpersonenmangel melden. Das Bildungsministerium nannte die Resultate ein katastrophales Ereignis historischen Ausmasses. Auch international verzeichnet Pisa 2025 jedoch historische Tiefstände.