Themen: Gesellschaft, Krieg&Frieden
Regionen: International, Europa
Zehntausende Menschen haben in zahlreichen italienischen Städten im Rahmen eines Generalstreiks gegen Teuerung, Krieg und Aufrüstung demonstriert. Die von Basisgewerkschaften und Studierendenbewegungen getragenen Kundgebungen verliefen überwiegend friedlich. In Rom versuchten rund 2000 Menschen in einem nicht bewilligten Umzug zum Parlament zu gelangen; die Polizei hielt sie an der Ponte Sisto auf. Eine weitere Gruppe von etwa 300 schwarz gekleideten Personen beschädigte im Quartier Celio Barrikaden, Strassenmobiliar und Abfallcontainer, worauf die Polizei Tränengas einsetzte. In Turin wurden bei Auseinandersetzungen vor der Präfektur zwei Personen verletzt. In Mailand versammelten sich nach Angaben der Organisatoren bis zu 100'000 Menschen, während mindestens 30'000 bestätigt wurden; sie blockierten die Tangenziale est für mindestens drei Stunden. Friedliche Märsche fanden unter anderem in Neapel, Florenz, Bari, Palermo, Catania und Genua statt.