Themen: Klima&Energie, Technologie
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Die Industriellen Werke Basel haben in Kleinhüningen Vorarbeiten zur langfristigen Schliessung ihres Geothermie-Bohrlochs aufgenommen. Vom 7. September bis 9. Oktober 2026 wird ein in 730 Metern Tiefe entstandener Verschluss aufgebohrt. Dabei kann es zeitweise zu Lärm kommen. Erdstösse seien laut Fachleuten des Schweizerischen Erdbebendienstes nicht zu erwarten. Die ETH-Fachstelle überwacht die seismische Gefährdung nahe des Bohrlochs seit 2012 im Auftrag des Kantons Basel-Stadt auch während der Arbeiten. Anschliessend soll ein spezialisiertes Unternehmen die gesamte Bohrlochwand bis 4700 Meter Tiefe mit Ultraschallkameras und Wandstärkenscannern untersuchen und reinigen. Auf dieser Grundlage wird die definitive Schliessung geplant. Das Tiefengeothermieprojekt war 2009 beendet worden; nach einem spürbaren Beben im Winter 2006/2007 wurde das Bohrloch 2017 zur Entlastung des Untergrunddrucks kontrolliert geöffnet. Seither ist die Seismizität laut Experten deutlich gesunken.