Themen: Klima&Energie, Technologie, Umwelt
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Die Industriellen Werke Basel untersuchen ab dem 7. September das rund 5000 Meter tiefe Bohrloch des gescheiterten Geothermie-Grossprojekts in Kleinhüningen. Bis zum 9. Oktober sollen Fachleute einen durch Ablagerungen entstandenen Verschluss in etwa 730 Metern Tiefe aufbohren sowie das Loch mit Ultraschallkameras und weiteren Geräten bis auf 4700 Meter Tiefe kontrollieren und reinigen. Die IWB rechnet während der üblichen Arbeitszeiten mit unvermeidbaren Lärmemissionen, erwartet aber keine Erdstösse. Eine Begleitgruppe mit Geothermie-Experten, dem Schweizerischen Erdbebendienst, dem Gesundheitsdepartement und der IWB soll anhand der Ergebnisse das Vorgehen für eine definitive Schliessung festlegen. Das Projekt war 2009 nach mehreren Erdbeben im Winter 2006/07 mit Millionenschäden an Gebäuden gestoppt worden. Seit 2012 wird die Seismizität überwacht; nach einer Druckentlastung 2017 ging die Bodenaktivität deutlich zurück.