Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesundheit
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Nordamerika
Die neue US-Pharmapolitik könnte der Schweiz bis 2040 kumuliert bis zu 194,5 Milliarden Franken Wertschöpfung kosten. Zu diesem Ergebnis kommt eine von BAK Economics für den Branchenverband Interpharma erstellte Analyse. Die US-Regierung drängt auf tiefere Arzneimittelpreise auf dem Niveau anderer wohlhabender Länder und auf eine Verlagerung der Pharmaproduktion in die USA. Das trifft die Schweiz besonders, weil die USA ihr wichtigster Absatzmarkt sind: 2025 entfielen 29,3 Prozent der Schweizer Pharmaexporte auf Amerika. Selbst im mildesten Szenario sinkt das jährliche Wachstum der Branche von 12,8 Prozent zwischen 2015 und 2025 auf 6,9 Prozent bis 2040. Bei einem strukturellen Bruch läge die Wertschöpfung 2040 um 32,7 Milliarden Franken oder 57 Prozent unter dem bei fortgesetztem Erfolg erwarteten Niveau. Auch der Zugang zu Therapien könnte leiden: Sieben von 22 zwischen Januar 2025 und Juni 2026 eingeführten innovativen Arzneimitteln wurden nicht für die Spezialitätenliste eingereicht.