Themen: Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Ostschweiz
Die Schaffhauser Uhrenmarke IWC geriet nach der Präsentation der Ingenieur Automatic 40 im März 2023 in Kritik. Das Modell kostete 12'000 Franken, enthält jedoch das in Neuenburg produzierte Kaliber 32111, das auch in deutlich günstigeren Richemont-Uhren verwendet wird. Zusätzlich beanstandeten Fans die fehlende Chronometer-Zertifizierung und eine als wenig luxuriös empfundene Öko-Verpackung. Laut WatchCharts sank der Wert von IWC-Gebrauchtuhren in den vergangenen drei Jahren um 16 Prozent, während sich der gesamte Sekundärmarkt erholte. Händler hätten deshalb Preisvorstellungen und Nachfrage zunehmend als nicht mehr realistisch eingeschätzt. IWC liegt im hochpreisigen Segment hinter Marken mit eigenen Manufakturkalibern wie Rolex oder Patek Philippe, versucht laut Darstellung aber über höhere Preise Exklusivität zu erzeugen. Die Richemont-Tochter produziert inzwischen weniger als 100'000 Zeitmesser, gegenüber früher 170'000. Erste Kündigungen seien ausgesprochen worden; das Unternehmen beantwortete Fragen zu weiteren Stellenabbauten nicht.