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Janka Reimmann: «Ich benötige eigentlich bei fast jeder Fahrt Hilfe»

TSRI
Janka Reimmann: «Ich benötige eigentlich bei fast jeder Fahrt Hilfe»

Themen: Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Janka Reimmann ist als sehbehinderte Person auf den öffentlichen Verkehr in Zürich angewiesen, erlebt Fahrten aber häufig als Kraftakt. In grossen Bahnhöfen erschweren Gedränge, auf Handys konzentrierte Menschen und im Lärm untergehende Durchsagen die Orientierung. Unterbrochene Leitlinien bei Baustellen sowie gerundete oder komplexe Haltestellen wie Paradeplatz und Central erhöhen das Sturzrisiko und machen Fahrtrichtungen schwer erkennbar. Bei Doppelhaltestellen ist zudem oft unklar, welches Tram zuerst eingefahren ist. Nach eigenen Angaben braucht Reimmann bei fast jeder Fahrt Hilfe, doch andere Reisende reagierten oft nicht oder fassten sie ungefragt an. Der Schweizerische Blindenbund verlangt eine konsequente Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes mit Einstiegsfeldern, Signaltönen, sprechenden Billettautomaten und ebenerdigen Einstiegen. Die VBZ erklären, ihre Tram- und Bushaltestellen erfüllten grundsätzlich die gesetzlichen Anforderungen; das Personal sei zur Hilfe verpflichtet. Reimmann wünscht sich vorheriges Nachfragen und präzise Wegangaben.

tsri.ch

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