Themen: Kultur
Regionen: Schweiz, Romandie
Jean-Marc Fröhle zeichnet den Aufstieg der Westschweizer Serienproduktion von lokalen Fernsehfilmen zu international vertriebenen Produktionen nach. Mit Point Prod entwickelte er Serien wie «Port d’attache», «Anomalia» und «Quartier des banques»; Letztere wurde in mehr als vierzig Länder verkauft. Entscheidend seien professionellere Arbeitsweisen, insbesondere gemeinsame Autorenteams, sorgfältige Vorbereitung und ein klar eingehaltenes Genre. Fröhle kritisiert, dass es in der Schweiz keine eigentliche Ausbildung für Drehbuchautorinnen und -autoren gebe. Zugleich sei das Niveau von Technik, Schreiben und Produktion deutlich gestiegen. Die Netflix-RTS-Koproduktion «Winter Palace» wertet er als Beleg, dass grosse internationale Projekte möglich sind. Für weiteres Wachstum brauche die Branche jedoch Finanzierung ausserhalb der Schweiz und europäische oder globale Vorhaben. Fröhle entwickelt unter anderem eine Satire über die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS sowie Projekte in Bordeaux und Ibiza.