Themen: Krieg&Frieden, Geopolitik
Regionen: International, Westasien, Nordamerika
Israels Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir forderte in einem Podcast, in Gaza jede Nacht gezielt 30 bis 40 Menschen zu töten, auch wenn es sich nicht nur um Terroristen handle. Er kritisierte zudem, dass Premier Benjamin Netanjahu die Angriffe auf Gaza im Zusammenhang mit einem amerikanischen Friedensplan reduziert habe. Ben-Gvir ist Vorsitzender der rechtsextremen Partei Otzma Yehudit, wurde früher mehrfach angeklagt und achtmal unter anderem wegen Rassismus verurteilt. US-amerikanische pro-israelische Organisationen verurteilten seine Äusserungen unterschiedlich deutlich; die Democratic Majority for Israel verlangte seine Entlassung. Kritiker halten die Darstellung, Ben-Gvir repräsentiere nicht die israelische Regierungspolitik, für unzureichend. Aus Österreich und Deutschland kamen Forderungen nach seiner Absetzung beziehungsweise nach Sanktionen. Parallel berichtete der Beitrag über israelische Angriffe in Gaza mit Toten und Verletzten sowie über Gespräche des US-Gesandten Jared Kushner mit Netanjahu zur Demilitarisierung und zum Wiederaufbau Gazas.