Themen: Gesellschaft, Krieg&Frieden
Regionen: International, Westasien
Ein Drittel der israelischen Bevölkerung bezeichnet jüdische Extremisten, die an jüngsten Ausschreitungen im Westjordanland beteiligt waren, laut einer Umfrage des Jewish People Policy Institute als «israelische Terroristen». Weitere 18 Prozent nennen sie nationalistische Kriminelle, fünf Prozent unterstützen die Gewalttäter, und 13 Prozent wählen mildere Bezeichnungen. Die Einschätzungen unterscheiden sich deutlich nach politischer Haltung: Den Begriff Terroristen verwenden 63 Prozent der Linken und 49 Prozent der politischen Mitte, jedoch nur drei Prozent der Rechten. Unter arabischen Israelis sind es 55 Prozent, unter jüdischen Israelis 27 Prozent. Auslöser der Befragung waren Ausschreitungen im palästinensischen Dorf Kusra. Nach Angaben der Armee drangen Dutzende maskierte Israelis in den Ort ein, bewarfen Bewohner mit Steinen und verschanzten sich in einem palästinensischen Haus, obwohl die Familie noch darin war. Mehrere Palästinenser wurden verletzt, Festnahmen gab es keine. Befragt wurden Anfang September 869 Personen.