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Jérusalem, à rebours de son image

Sept
Jérusalem, à rebours de son image

Themen: Kultur, Gesellschaft, Gleichstellung

Regionen: International, Westasien

Der Mahane-Yehuda-Markt in Jerusalem hat sich abends zu einem Treffpunkt mit Bars, Restaurants, Streetart und Kulturveranstaltungen entwickelt. Seit 2015 bemalt der Künstler Solomon Souza die geschlossenen Marktstände mit Porträts, darunter Einstein, Golda Meir, Gandhi, Lucy Aharish und Fayez Abu Hamdia. Er und Projektproduzent Belen Hahn verstehen das Projekt als Aufruf zu individuellem Engagement und als Zeichen möglicher Koexistenz in einem einst von jüdischen und arabischen Händlern gegründeten Markt. Auch Poetry Slam Israel nutzt den Ort: Mitbegründer Arik Eber verbindet Alltagshumor mit Texten über die Trennlinien Jerusalems. Die Jerusalem Skater Girls vereinen Frauen unterschiedlicher Herkunft und Religion und wollen Mädchen das Skateboarden ermöglichen. Dragqueen Yossale tritt trotz konservativer Widerstände im VideoPub auf. Musiker Michael Meresse verbindet als Ultraorthodoxer Punk, Electro und Metal mit hebräischen und aramäischen Sakraltexten, um religiöse und säkulare Publika zusammenzubringen.

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